Proteste gegen die AfD: Warum NRW fast täglich demonstriert, Bremen kaum

05.11.2026
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Ein leerer Seminarraum mit Stuhlreihen steht sinnbildlich für die Demokratie Demo und die Koblenzer Demokratiewochen – Foto: Antonio_Cansino / Pixabay
Foto: Antonio_Cansino / Pixabay
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Von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg ziehen im November 2026 Menschen auf die Straße, um gegen die AfD, Hass und Hetze zu protestieren. Die Zahl der Termine unterscheidet sich dabei deutlich von Bundesland zu Bundesland. Wer verstehen will, warum die Demo für Demokratie gerade jetzt so viele Menschen mobilisiert, muss auf die Struktur hinter den Terminen schauen.

Die Kundgebungen laufen nicht zentral gesteuert, sondern als loses Netz lokaler Initiativen, Bündnisse und Vereine. Ergänzt werden sie um Online-Veranstaltungen, die bundesweit erreichbar sind und an mehreren Terminen im Monat stattfinden. Parallel dazu zeigt sich in Koblenz ein anderer, leiseren Ansatz: Dort setzt eine Hochschule auf Gespräch und Bildung statt auf Kundgebung.

Was steckt hinter der bundesweiten Demo-Welle?

Im November 2026 finden bundesweit zahlreiche Demonstrationen statt, die sich gegen Rechtsextremismus, gegen die AfD sowie gegen Hass und Hetze richten und für eine starke Demokratie werben. Die Termine erstrecken sich über nahezu alle Bundesländer, von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg.

Ergänzend dazu sind vier Online-Veranstaltungen gegen rechtsextreme Hetze angesetzt: am 5., 10., 14. und 30. November 2026. Diese digitalen Formate senken die Hürde zur Teilnahme für alle, die keine Kundgebung vor Ort erreichen.

Wie unterscheiden sich die Bundesländer?

Die Dichte der Termine schwankt stark von Region zu Region. Während einige Länder fast täglich Veranstaltungen verzeichnen, bleibt es in anderen bei wenigen Terminen im gesamten Monat.

  • Nordrhein-Westfalen zählt mit 29 Tagen die meisten Demo-Termine im November 2026.
  • Hamburg folgt mit 26 Tagen, Baden-Württemberg mit 25 Tagen.
  • Bremen bildet mit sieben Tagen das Schlusslicht unter den Bundesländern.
  • Berlin und Hessen liegen mit jeweils 16 Tagen im Mittelfeld.

Die Demo für Demokratie findet 2026 nicht nur in Großstädten statt, sondern reicht bis in kleinere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern mit zwölf Terminen oder Thüringen mit 15 Terminen hinein.

Was können Bürger konkret tun?

Neben Kundgebungen gibt es auch leisere Formen, Demokratie mitzugestalten. In Koblenz lädt die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung im Rahmen der Koblenzer Wochen der Demokratie unter dem Motto „MitWirkung – Demokratie gestalten“ Zu kostenfreien Veranstaltungen ein.

Die Hochschule versteht sich nach eigenen Angaben als Reallabor transformativer Bildung und Wissenschaften. Anmeldungen zu allen Formaten nimmt die Hochschule per Mail an event@hfgg.de entgegen.

Was Interessierte wissen sollten

  • Alle Koblenzer Veranstaltungen im Rahmen der Demokratiewochen sind kostenfrei.
  • Die Anmeldung läuft ausschließlich per E-Mail an event@hfgg.de.
  • Online-Formate gegen rechtsextreme Hetze sind an vier Terminen im November 2026 ohne Anfahrt erreichbar.

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