Antinori-Weindiebstahl: Wie die Täter Alarmanlagen und Kameras austrickten

14.10.2026
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Ein leerer Weinkeller bei Nacht zeigt die Spuren des Antinori-Weindiebstahls mit verlassenen Regalen und einem Gabelstapler – Foto: Carlos_Bonilla_Miranda / Pixabay
Foto: Carlos_Bonilla_Miranda / Pixabay
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Aus der Kellerei verschwanden rund 30.000 Flaschen . Entdeckt wurde der Antinori-Weindiebstahl erst am Montagmorgen, als Mitarbeiter die Lücken in den Regalen bemerkten.

Der Fall zeigt, wie verwundbar selbst hochgesicherte Weingüter gegenüber organisiertem Vorgehen sind.

Wie gelang der Zugriff auf den Weinkeller?

Zunächst wurde die Alarmanlage ausgeschaltet und die Überwachungskameras wurden außer Betrieb gesetzt. Erst danach fuhren zwei Lastwagen auf das Gelände. Besonders auffällig: Zum Abtransport kam keine eigene Ausrüstung zum Einsatz, sondern die Gabelstapler der Kellerei selbst.

Welche Weine wurden mitgenommen?

Zur Beute zählten etwa 10.000 Flaschen des hochpreisigen Weins Solaia sowie weitere Flaschen der Sorten Tignanello und Guado al Tasso. Alle betroffenen Flaschen stammen aus dem Jahrgang 2023.

  • Gesamtwert der gestohlenen Flaschen: rund fünf Millionen Euro.
  • Je nach Sorte kostet eine Flasche zwischen 120 und 300 Euro.
  • Der Jahrgang der betroffenen Weine ist 2023.

Nach Einschätzung von Cotarella könnte dieselbe Gruppe schon in den Monaten zuvor andere italienische Weinkellereien heimgesucht haben. Im September 2026 waren in einer Kellerei in Monforte d’Alba in der Provinz Cuneo bereits mehr als 3.000 Flaschen Barolo verschwunden – ein möglicher Hinweis auf einen Zusammenhang.

Was sollten Betroffene wissen?

Bei Marchesi Antinori besteht die Sorge, dass die betroffenen Flaschen auf Umwegen über Sammler oder Restaurants an Kunden gelangen könnten. Das Unternehmen hat Kunden weltweit über den Vorfall informiert und ausdrücklich vor Angeboten außerhalb der offiziellen Vertriebskanäle gewarnt.

  • Herkunft der Flaschen vor dem Kauf genau prüfen.
  • Angebote außerhalb autorisierter Händler kritisch hinterfragen.
  • Bei auffällig günstigen Preisen für Solaia, Tignanello oder Guado al Tasso misstrauisch sein.
  • Im Zweifel direkt beim Hersteller nachfragen.

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