Pete Hegseth: Wie sich der Verteidigungsminister gegen seinen eigenen Rauswurf stemmt

06.11.2026
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Das Pentagon-Gebäude in Washington steht sinnbildlich für die Position von Pete Hegseth als US-Verteidigungsminister – Foto: 12019 / Pixabay
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht nach der Wahlniederlage der Republikaner unter Druck und wehrt sich öffentlich gegen Kritik an seiner Amtsführung. In einer Videobotschaft bezeichnete er den Militäreinsatz gegen Iran als mutig und historisch. Gleichzeitig kündigte der Abgeordnete Thomas Massie ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn an.

Der Fall zeigt einen Mechanismus, der in Washington immer wieder zu beobachten ist: Ein Minister wird nach einer politischen Niederlage zur Zielscheibe, während der Präsident ihn öffentlich stützt und gleichzeitig Spielraum für eine spätere Ablösung offenlässt.

Was hinter dem Streit um Hegseth steckt

Donald Trump hatte den Krieg gegen Iran im Februar 2026 gemeinsam mit Israel begonnen. Erklärtes Ziel war es, das Land am Bau einer Atombombe zu hindern. Nach der Wahlniederlage der Republikaner wird dieser Einsatz nun zum politischen Belastungsfaktor.

Vizepräsident JD Vance machte den Irankrieg direkt für die Niederlage der Republikaner verantwortlich. Hegseth, der als Verteidigungsminister die militärische Umsetzung verantwortet, gerät damit ins Zentrum der parteiinternen Aufarbeitung.

Wie Hegseth sich gegen die Kritik wehrt

Hegseth selbst erklärte, Kritiker würden auf seine persönliche Zerstörung abzielen und damit nicht erfolgreich sein. Diese Verteidigungslinie folgt einem bekannten Muster: Kritik wird als persönlicher Angriff umgedeutet, nicht als Sachfrage zur Kriegsführung behandelt.

Trump stützte ihn öffentlich und erklärte, Hegseth habe fantastische Arbeit geleistet. Auf die Frage nach einem möglichen Personalwechsel antwortete er, der Minister mache einen sehr guten Job.

Gleichzeitig berichtete ein Berater Trumps, Hegseth könne auf einer Liste von Kandidaten für eine Ablösung stehen, da jemand für die Wahlniederlage verantwortlich gemacht werden solle. Diese doppelte Botschaft, öffentliches Lob bei gleichzeitig offengehaltener Ablöseoption, ist der eigentliche Mechanismus hinter dem aktuellen Machtkampf.

Die Zahlen und Fristen im Überblick

Neben dem Streit um den Irankrieg wirft man Hegseth auch die Entlassung hochrangiger Militärs vor. Der Abgeordnete Thomas Massie kündigte bereits ein Amtsenthebungsverfahren an. Die Demokraten, die im Kongress die Kontrolle übernommen haben, planen ab 2027 parlamentarische Untersuchungen gegen Hegseth.

Er sagte, er würde vorzugsweise nicht den Rest des Landes zerstören, müsse das aber möglicherweise tun. Diese Aussage deutet auf eine mögliche Eskalation hin, deren Zeitpunkt offen bleibt.

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