Janosch gestorben: Das Kindheitstrauma hinter der Tigerente

04.11.2026
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Ein Zeichentisch mit Buntstiften und einem Bilderbuch symbolisiert den Nachruf, nachdem Janosch gestorben ist – Foto: Hans / Pixabay
Foto: Hans / Pixabay
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Geboren wurde er als Horst Eckert, unter diesem Namen kannte ihn kaum jemand. Sein Pseudonym und seine Figuren verdecken eine Kindheit, die wenige Fans kennen.

Vom Horst zum Janosch

Horst Eckert kam am 11. März 1931 in Hindenburg in Oberschlesien zur Welt, dem heutigen Zabrze in Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg floh seine Familie in den Westen und er arbeitete zunächst in einer Textilfabrik bei Oldenburg. 1953 zog er nach München und begann ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste, das er jedoch abbrach.

Den Künstlernamen Janosch verdankt er seinem Verleger und Freund Georg Lentz, der ihm das Pseudonym vorschlug. Unter diesem Namen erschien 1960 sein erstes Buch, die Erzählung vom Pferd Valek.

Kindheit als Antrieb

Sein Vater war gewalttätig und trank, eine Belastung, die sein frühes Leben prägte. Aus dieser schwierigen Herkunft heraus baute Janosch über Jahrzehnte ein literarisches Werk auf, das vor allem Kindern Trost und Leichtigkeit schenken sollte.

Der Durchbruch mit Panama

1978 erschien sein bekanntestes Buch, „Oh, wie schön ist Panama“. Ein Jahr später, 1979, gewann es den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Tigerente aus seinen Geschichten wurde zur Kultfigur und gab später dem Tigerenten Club seinen Namen. Die Fernsehsendung „Janoschs Traumstunde“ Begeisterte eine ganze Generation von Kindern.

Die Zahlen zum Werk

Nach Jahrzehnten in München verbrachte er seine letzten Lebensjahre auf Teneriffa, fernab von Oberschlesien, wo seine Geschichte begann.

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