Al Cook: Warum der Wiener Blues-Veteran sein Zuhause für die USA aufgibt

04.11.2026
Inhaltsverzeichnis:
Das Bild zeigt eine alte Wiener Hausfassade mit Umzugskartons, die an die bevorstehende Auswanderung von Al Cook erinnert – Foto: Manne1409 / Pixabay
Foto: Manne1409 / Pixabay
Inhaltsverzeichnis:

Der Wiener Blues-Veteran Al Cook, bürgerlich Alois Koch, steht mit um die 80 Jahre vor der größten Entscheidung seines Lebens: Statt sein Zuhause im 3. Wiener Gemeindebezirk zu räumen, will er nach Nordamerika ziehen. Sein Fall zeigt, wie aus einem Streit um ein Haus eine Geschichte über Dickköpfigkeit, Musik und einen radikalen Neuanfang wird.

Das Haus, in dem er wohnt, soll jedoch abgerissen werden, weil an seiner Stelle ein rentableres Gebäude entstehen soll. Alle anderen Mietparteien sind bereits ausgezogen, nur Koch weigert sich bislang, seine Wohnung aufzugeben.

Warum muss Al Cook sein Zuhause verlassen?

Der Grund ist ein wirtschaftliches Kalkül des Eigentümers: Ein neues, ertragreicheres Gebäude soll das alte Haus ersetzen. Weil Koch als letzter Mieter übrig bleibt, gerät er zunehmend unter Druck. Laut Darstellung im Film werden sogar zwei Männer vom Auftraggeber losgeschickt, um ihn einzuschüchtern und zum Auszug zu bewegen.

Wie reagiert der Blues-Veteran auf den Druck?

Statt klein beizugeben, plant Koch einen radikalen Schritt: Er will mit einem One-way-Ticket in die Südstaaten der USA auswandern. Seine Entscheidung speist sich aus einer lebenslangen Leidenschaft für Blues-Musik und Elvis Presley, die ihn bis heute prägt – äußerlich sichtbar an seiner Elvis-Frisur mit Schmalztolle und Koteletten.

Diese Hingabe hat ihren Preis gehabt: Ein früherer Partner verließ ihn einst, weil er Elvis- statt Beatles-Platten verehrte. Auch seine verstorbene Ehefrau spielt im Rückblick auf sein Leben eine Rolle.

Was macht den Fall zu einem Filmstoff?

Die Geschichte von Al Cook wurde zur Vorlage für den österreichischen Dokumentarfilm „Wiener Blues – The Loneliest Man in Town“, inszeniert von Regisseurin Tizza Covi und Regisseur Rainer Frimmel. Der Film wurde 2026 bei der Berlinale gezeigt und rückte damit einen Konflikt ins Licht, der sonst im Verborgenen geblieben wäre: ein alter Mann, ein leerstehendes Haus und die Frage, wie weit Druck gehen darf.

Mehrere Details aus seinem Leben fließen in den Film ein und ergeben ein Bild davon, wie aus einer persönlichen Notlage eine öffentliche Geschichte wurde:

  • Der Film dokumentiert seinen Alltag zwischen Musikleidenschaft und Wohnungsstreit.

Lassen Sie auch über Ihr erfolgreiches Unternehmen auf Aufdecker.com berichten!

Klicken Sie den Button, um zu besprechen, welche positiven Fakten wir über Ihr Unternehmen aufdecken können.