Hailey Bieber: Der Mechanismus hinter ihrer PMDS nach der Geburt

Hailey Bieber, 29 Jahre alt, wurde nach der Geburt ihres Sohnes Jack im August 2024 mit einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) diagnostiziert. Sie spricht öffentlich darüber, um anderen Frauen mit ähnlichen Beschwerden eine Stimme zu geben.
Was dahintersteckt
Bieber hatte nach eigenen Angaben schon vor ihrer Schwangerschaft mit einem Prämenstruellen Syndrom zu tun. Nach der Geburt ihres Sohnes veränderten sich die Beschwerden jedoch spürbar: Die Tage vor der Periode fühlten sich für sie deutlich intensiver an als zuvor. Dieser Unterschied führte schließlich zur Diagnose der schwereren Form, der PMDS.
Bieber betont, dass über die Erkrankung bislang viel zu wenig öffentlich gesprochen und geforscht werde. Ihr öffentlicher Austausch helfe ihr dabei, sich weniger allein mit der Situation zu fühlen, sagt sie.
Wie der Mechanismus funktioniert
Die Beschwerden einer PMDS setzen gewöhnlich etwa ein bis zwei Wochen vor Beginn der Regelblutung ein und fallen spürbar stärker aus als bei einem normalen Prämenstruellen Syndrom. Zu den Symptomen zählen starke Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit oder Angstzustände. Bei Bieber ließen die Gefühle jeweils nach, sobald die Periode einsetzte, mit der Zeit wurden die Beschwerden insgesamt besser.
Der Fall zeigt einen Mechanismus, der häufig unterschätzt wird: Hormonelle Veränderungen nach einer Schwangerschaft können bestehende Beschwerden verstärken, ohne dass Betroffene sofort eine Erklärung dafür finden. Erst der Vergleich mit dem Zustand vor der Schwangerschaft brachte bei Bieber die nötige Klarheit.
Die Zahlen und das Umfeld
Biebers familiäres und freundschaftliches Umfeld ist von frauenspezifischen Erkrankungen nicht unberührt: Ihre Schwester leidet am polyzystischen Ovarialsyndrom, mehrere Freundinnen sind von Endometriose oder ähnlichen Diagnosen betroffen. Auch weitere prominente Frauen, darunter Lili Reinhart, Zara Larsson und Dixie D’Amelio, berichteten bereits öffentlich von ihrer eigenen PMDS-Diagnose.
Finanziell spielt zudem Biebers Marke Rhode eine Rolle, die der Kosmetikkonzern e.l.f. Beauty im Jahr 2025 übernahm. Das Unternehmen sagte zu, die Forschung zur Frauengesundheit über mehrere Jahre hinweg zu fördern, und plant, der Foundation for Women’s Health binnen drei Jahren insgesamt fünf Millionen US-Dollar zukommen zu lassen. Katy Brodsky Falco von der Foundation bezeichnet die Zusammenarbeit als wichtiges Signal an junge Frauen.
Was Betroffene wissen sollten
Biebers Fall macht deutlich, wie wenig Aufmerksamkeit frauenspezifische Erkrankungen bislang erhalten und wie sich das langsam ändert:
- PMDS gilt fachlich als deutlich stärkere Ausprägung als ein gewöhnliches Prämenstruelles Syndrom.
- Mit Lili Reinhart, Zara Larsson und Dixie D’Amelio haben bereits mehrere bekannte Frauen öffentlich über ihre eigene PMDS gesprochen.
- Rhode und e.l.f. Beauty wollen die Forschung zur Frauengesundheit über mehrere Jahre unterstützen.
- Offene Gespräche über die Erkrankung helfen nach Biebers Erfahrung dabei, das Gefühl der Isolation zu verringern.
- Nach Biebers Angaben besserten sich die Beschwerden mit der Zeit insgesamt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.
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