Aufgedeckt: Wie ein Billa-Kassier aus Nettigkeit zum Verurteilten wurde

Ein Billa-Kassier in Linz-Urfahr hat über mehrere Wochen hinweg wiederholt unberechtigte Preisnachlässe an Kunden vergeben. Der Billa-Kassier-Rabatt fiel erst bei einer internen Kontrolle auf, als die Summe der Nachlässe ungewöhnlich hoch ausfiel. Am Ende stand ein Strafverfahren wegen Untreue.
Was dahintersteckt
Teilweise lagen die Nachlässe bei bis zu 50 % des regulären Preises. Nach eigenen Angaben begründete der Kassier sein Verhalten damit, dass Kunden die Vergünstigungen teils aggressiv eingefordert hätten.
Wie der Druck entstand
Der Angeklagte gab vor Gericht an, sich gegenüber fordernden Kunden nicht durchsetzen zu können und leicht unter Druck zu geraten. Einen persönlichen Vorteil zog er aus den Rabatten nicht: Das Geld floss nicht in seine eigene Tasche, sondern blieb bei den Kunden an der Kasse.
Die Zahlen
Die interne Revision des Unternehmens bezifferte den entstandenen Schaden auf rund 25.700 Euro . Diese Summe ergab sich aus der laufenden Kontrolle der Kassenabrechnungen über den betroffenen Zeitraum.
Das Urteil
Der Kassier wurde wegen Untreue zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt, die bedingt ausgesprochen wurde. Da der Angeklagte das Urteil annahm, ist es bereits rechtskräftig. Zusätzlich muss er den entstandenen Schaden zurückzahlen, die Rückzahlung soll laut Gericht im Rahmen einer Exekution schrittweise erfolgen.
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