SNUS: Lauert eine Gefahr hinter dem Trend?

von Marie Mayer
28.02.2023
Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis:

Zigaretten sind schädlich. Darüber ist man sich seit Jahren einig. Jetzt gibt es eine vermeintlich gesündere Alternative auf dem Markt: Kleine Tabaksäckchen, die unter dem Namen „SNUS“ bekannt sind. Doch ist die Zigaretten-Alternative wirklich so unbedenklich? Aufdecker.com klärt auf. 

Schon seit Jahrhunderten kann bei Menschen die Vorliebe zu aufputschenden und stimulierenden Substanzen beobachtet werden. Alkohol und Nikotin führen die Liste dieser Substanzen an. Der Trend geht jedoch immer mehr in Richtung „gesünderer Lebenswandel”. Namhafte Zigarettenhersteller haben diese Veränderung längst erkannt und reagieren bereits mit neuen Produkten und Innovationen darauf. 

Führende Zigarettenhersteller setzen neue Trends

Tabak-Gigant Philip Morris setzt neben dem herkömmlichen „Zigaretten-Business“ vermehrt auf seine E-Zigaretten, auch unter dem Namen „IQOS” bekannt. Die darin enthaltenen „HEETS“, also kleine Tabak-Sticks, versprechen, durch Verdampfung des Nikotins, wesentlich weniger Schadstoffe zu enthalten.  

Eine weitere gesunde Alternative zu Zigaretten sollen auch die in Mode gekommenen SNUS sein. Dabei handelt es sich um kleine Tabaksäckchen, die hinter die Ober- oder Unterlippe geschoben werden.  

Was versteht man unter SNUS?

SNUS stammt aus Skandinavien und hat dort bereits seit Jahren Tradition. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Zigaretten. SNUS enthält ein Pulver, bestehend aus Tabak, Wasser, Salz und Aromen. Die Gemeinsamkeit mit Zigaretten: Bei beiden Varianten wird dem Körper aufgrund des enthaltenen Tabaks schädliches Nikotin zugeführt. Durch das Einführen der Säckchen in den Mund gelangt das Nikotin über die Mundschleimhaut in einem Zeitraum von ungefähr 15 bis 30 Minuten direkt in das Blutsystem. 

SNUS versus Zigaretten: Was ist gesünder?

Eines vorweg: Nikotin ist immer schädlich, egal in welcher Form. Und: Nikotin macht immer abhängig. Ob in Form von SNUS oder Zigaretten. Im direkten Vergleich schneidet Oraltabak dennoch besser ab. Laut Studien verursacht dieser ein geringeres Krankheitsrisiko. Das Ergebnis basiert auf dem Fakt, dass durch das Verbrennen des Tabaks beim Zigarettenrauchen mehr Schadstoffe entstehen. 

Eine Metaanalyse, in der sechs schwedische Studien ausgewertet wurden, zeigt außerdem, wie sich das Risiko für Krankheiten beim Umstieg von Zigaretten auf SNUS entwickelt. Die Auswertung: Das Risiko für Krebs sowie kardiovaskuläre Krankheiten verringert sich zwar auf ungefähr die Hälfte, dennoch: wer „snust“ bleibt  mit einem um 50 Prozent höherem Risiko, an Krebs oder etwa Zahnfleischschwund zu erkranken, konfrontiert.

Fazit:

Auch wenn bei über der Hälfte aller untersuchten Krankheiten Zigaretten ein höheres Gesundheitsrisiko aufwiesen und damit schädlicher als oral konsumierter Tabak sind, sollte SNUS nicht als unbedenkliches Lifestyle-Produkt gesehen werden. Es enthält ebenso schädliches Nikotin, birgt ein genauso erhöhtes Krankheitsrisiko und macht mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich schnell, in manchen Fällen sogar schneller abhängig als Zigaretten.

Lassen Sie auch über Ihr erfolgreiches Unternehmen auf Aufdecker.com berichten!

Klicken Sie den Button, um zu besprechen, welche positiven Fakten wir über Ihr Unternehmen aufdecken können.